{"id":1074,"date":"2020-05-09T15:27:20","date_gmt":"2020-05-09T13:27:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.walpurgis-verlag.de\/Wuestenwind\/?p=1074"},"modified":"2020-05-09T15:27:20","modified_gmt":"2020-05-09T13:27:20","slug":"kommentar-gedanken-zum-coronexit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.walpurgis-verlag.de\/Wuestenwind\/kommentar-gedanken-zum-coronexit\/","title":{"rendered":"Kommentar: Gedanken zum \u201e Coronexit\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\u201eIch sage es Ihnen mal ganz brutal, wir retten in Deutschland m\u00f6glicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot w\u00e4ren, aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen.\u201c Diese Aussage von T\u00fcbingens Oberb\u00fcrgermeister Boris Palmer machte mich sprachlos. In seinen sp\u00e4teren Erkl\u00e4rungsversuchen hierzu, verdeutlichte er, dass \u201enur&#8220; die Risikogruppe weiter st\u00e4rker isoliert werden soll, damit die jungen Gesunden wieder ein weitgehend normales Leben f\u00fchren k\u00f6nnen\u2026<br \/>\nIch bin 39 Jahre jung, chronisch krank und immunsupprimiert und geh\u00f6re in dieser Zeit der Corona-Pandemie also ebenfalls zur Risikogruppe, wie viele andere junge Menschen mit Vorerkrankungen und alle ab etwa dem 65. Lebensjahr.<br \/>\nDie immer wieder laut werdenden Diskussionen \u00fcber eine l\u00e4ngerfristige Separierung der Betroffenen ver\u00e4rgern mich. Welche Konsequenzen hat eine andauernde Isolation vermutlich f\u00fcr diese Manschen? Wenn pers\u00f6nliche Besuche, die f\u00fcr viele Bewohner von Pflegeeinrichtungen das Tages- oder Wochenhighlight bedeuten, weiter verboten w\u00fcrden? Und die Vorerkrankten, die vermutlich schon vorher mit Einschr\u00e4nkungen leben mussten, k\u00f6nnten also auch weiter noch st\u00e4rker eingeschr\u00e4nkt werden?<br \/>\nUnser Grundgesetz, Art. 1, garantiert unserer Bev\u00f6lkerung die unantastbare Menschenw\u00fcrde. Das gilt f\u00fcr alle, eben auch f\u00fcr die \u00c4lteren und Vorerkrankten in unserer Gesellschaft. Wir legen gro\u00dfen Wert darauf, dass das Menschenleben in Deutschland nicht quantifizierbar ist. Meine \u00dcberzeugung ist, dies muss so bleiben!<br \/>\nBund und L\u00e4nder arbeiten an einer Strategie aus dem Lockdown. Dass schnell ein Plan her muss, ist aus wirtschaftlicher Sicht absolut nachvollziehbar. Ob die aktuelle Vorgehensweise aber der richtige Weg ist oder nicht, wird sich leider erst in der Zukunft zeigen. Welche beschlossenen Lockerungen angemessen sind, muss wohl jeder Einzelne &#8211; besonders die Menschen der Risikogruppe &#8211; f\u00fcr sich selbst entscheiden. Breitere Testungen, funktionierende Antik\u00f6rpertests, Handy-Apps sowie die bereits bestehende Mund-Nasen-Schutz-Pflicht sind wahrscheinlich gute Mittel mit m\u00f6glichst geringer gesundheitlicher und wirtschaftlicher Not bis zum Impfstoff durch die Pandemie zu kommen. Die schlechteste Variante jedoch ist sicher die Ausgrenzung eines gro\u00dfen Teils unserer Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong>Text:<\/strong> Bettina Landwehr<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch sage es Ihnen mal ganz brutal, wir retten in Deutschland m\u00f6glicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot w\u00e4ren, aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen.\u201c Diese Aussage von T\u00fcbingens Oberb\u00fcrgermeister Boris Palmer machte mich sprachlos. 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