{"id":143,"date":"2013-02-22T20:03:08","date_gmt":"2013-02-22T19:03:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.walpurgis-verlag.de\/Wuestenwind\/?page_id=143"},"modified":"2013-02-22T20:09:41","modified_gmt":"2013-02-22T19:09:41","slug":"der-fortsetzungsroman-4a","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.walpurgis-verlag.de\/Wuestenwind\/der-fortsetzungsroman\/der-fortsetzungsroman-teil-2a\/der-fortsetzungsroman-teil-3a\/der-fortsetzungsroman-4a\/","title":{"rendered":"Der Fortsetzungsroman (Teil 4a)"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Teil 4 von Kerstin Broszat<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ich erstarrte.<br \/>\nDass ich so eiskalt bei meiner sch\u00f6n ausgedachten Schwindelei erwischt werde war nicht<br \/>\ngeplant. Das war einfach nicht fair!<br \/>\nLangsam drehte ich mich zum K\u00fcchenbuffet um w\u00e4hrend meine Gedanken Purzelb\u00e4ume<br \/>\nschlugen. Ich zog die Besteckschublade auf um planlos aber lautstark darin herum zu<br \/>\nkramen und h\u00f6rte schon kurze Zeit sp\u00e4ter Karstens Stimme hinter mir: \u201eSagtest du nicht,<br \/>\ndass du nicht w\u00fcsstest, wer bei deinem Vermieter im Garten gebuddelt hat?\u201c<br \/>\n\u201eWas hast du gesagt?\u201c fragte ich nachdem ich unwillk\u00fcrlich ein gro\u00dfes Steakmesser<br \/>\ngegriffen und herausgenommen hatte. So bewaffnet stand ich nun mit gro\u00dfen, unschuldig<br \/>\nblickenden Augen vor meinem Lebensgef\u00e4hrten, der mich ver\u00e4rgert ansah.<br \/>\n\u201eHerr Weber bedankt sich f\u00fcr die Gartenarbeit, die du ja angeblich nicht gemacht hast!<br \/>\nWarum verheimlichst du mir das?\u201c<br \/>\n\u201eIch wollte nichts verheimlichen! Lass mich kurz ins Schlafzimmer gehen damit ich mich<br \/>\nendlich anziehen kann und wenn ich wieder in der K\u00fcche bin erkl\u00e4re ich dir alles, ja?\u201c<br \/>\nOhne eine Antwort abzuwarten verschwand ich auf den Flur in Richtung Kleiderschrank.<br \/>\nAber dieser Tag war wohl nicht dazu bestimmt mir Seelenruhe zu verschaffen: Es klingelte<br \/>\nschon wieder an der T\u00fcr.<br \/>\nEin Blick auf die Uhr im Flur sagte mir, dass Tim, mein 11-j\u00e4hriger Sohn vor dem Haus<br \/>\nsteht und hier gleich noch mehr Chaos ausbrechen wird!<br \/>\nIch \u00fcberlie\u00df das weitere Geschehen dem Schicksal, dr\u00fcckte auf den T\u00fcr\u00f6ffner und Timmi<br \/>\nst\u00fcrmte die Treppe hoch, rief ein \u201eTach, Mam!\u201c, schmiss Schultasche und Turschuhe in eine<br \/>\nFlurecke, die Jacke obendrauf und wollte gerade ansetzen zu \u201ewas gibt`s zum Mittag?\u201c als<br \/>\ner stockte und mich von oben bis unten mit einem merkw\u00fcrdigen Blick taxierte.<br \/>\n\u201eMam, wieso bist du noch im Bademantel und hast ein Messer in der Hand?\u201c<br \/>\nGedankenverloren schaute ich zu meiner rechten Hand hinunter. Am liebsten w\u00e4re ich jetzt<br \/>\ndurch die offene T\u00fcr geflohen. Blo\u00df weg von hier! Weg von offenen Fragen, weg von nicht<br \/>\ngekochtem Mittagessen, weg von Geheimnissen, die unentdeckt bleiben sollten! H\u00e4tte ich<br \/>\ndoch alles dort gelassen wo es war!<br \/>\nAber nun stand ich hier, eingekeilt zwischen meinen beiden liebsten Menschen und war<br \/>\ndrauf und dran mich um Kopf und Kragen zu reden!<br \/>\nOhne ein weiteres Wort ging ich ins Schlafzimmer, schloss betont langsam die T\u00fcr hinter<br \/>\nmir und suchte mir meinen Lieblingspullover aus dem Schrank. Ich zog mich vollst\u00e4ndig an<br \/>\nund beschloss, dass es eine gute Idee w\u00e4re am offenen Fenster noch ein paar tiefe Z\u00fcge<br \/>\nfrische Luft ein zu atmen bevor ich mich wieder in die H\u00f6hle des L\u00f6wen wagte.<br \/>\nEin paar V\u00f6gel zwitscherten vergn\u00fcgt, ein Kaninchen hoppelte \u00fcber das von mir frisch<br \/>\numgegrabene Rosenbeet. Der Tag k\u00f6nnte so sch\u00f6n sein, wenn nicht&#8230;&#8230;<br \/>\n&#8230; wenn nicht der Hund von Familie Unnewehr \u00fcber das Beet gelaufen k\u00e4me um unter den<br \/>\nWurzeln der Rosenst\u00f6cke herum zu buddeln!<br \/>\n<\/p>\n<ol>\n<em>Sie haben literarisches Talent? Dann schreiben Sie das n\u00e4chste Kapitel und senden Ihren Text der Redaktion. Wir werden aus den Einsendungen ein neues Romanst\u00fcck ausw\u00e4hlen und die Geschichte dann in den n\u00e4chsten Ausgaben weiterf\u00fchren. Wenn sie den Hauptstrang im Magazin fortsetzen, wird Ihr Beitrag vielleicht in der n\u00e4chsten Ausgabe erscheinen. Sie k\u00f6nnen auch eine der beiden anderen Versionen fortsetzen. Diese wird dann allerdings nur im Intenet zu lesen sein.<\/em><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil 4 von Kerstin Broszat Ich erstarrte. Dass ich so eiskalt bei meiner sch\u00f6n ausgedachten Schwindelei erwischt werde war nicht geplant. Das war einfach nicht fair! 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